Erste mobile Schlachteinheit steht bereit!

Nun ist es endlich soweit. Nachdem zusätzlich zur EU-Konformität die Hürde zur Verankerung im Südtiroler Gesetz erfolgreich genommen wurde, steht die erste mobile Schlachteinheit Italiens bereit für ihren Einsatz. Ab sofort ist das möglich, worauf Metzgermeister Alexander Holzner seit Jahren hinarbeitet: der Metzger begibt sich zum Hof oder auf die Weide, das Tier wird betäubt, in den Wagen gefahren und zum Entbluten in Schräglage gebracht. Der Schlachtkörper muss unmittelbar danach in den Schlachthof gebracht werden, wo alle weiteren Arbeitsschritte erfolgen. Dementsprechend entgeht das Tier jeglichem „Schlachtstress“. Damit wird nicht nur höhere Qualität gewährleistet, sondern auch ein Beitrag zum Tierwohl auf höchstem Niveau geleistet. 
 
Denn die schonende Schlachtung bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Allem voran die ethische Bedeutung des respektvollen Umgangs mit dem Tier, weil es bis zuletzt in seinem gewohnten Umfeld bleibt und sein Ableben angst- und stressfrei erfolgt. Zudem ist die Bakterienflora bei einer stressfreien Schlachtung im Rind besser, was für die Qualität des Fleisches von Vorteil ist. Bei Stress hingegen wird der Muskelzucker schneller abgebaut, was sich negativ auf die Reifung des Fleisches auswirkt. Hinzu kommt, dass die hofnahe Schlachtung bestmögliche Arbeitssicherheit gewährleistet. Nicht selten geraten Tiere beim Separieren und beim Abtransport in Panik und sind für Menschen und sich selbst gefährlich. 

„Die stressfreie und mobile Schlachtung ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines verantwortungsvollen Konsums. Es vervollständigt das Konzept der biologischen, naturnahen und artgerechten Landwirtschaft“, so Alexander Holzner. Mit dem Projekt “mobile und stressfreie Schlachtung” soll neben dem Ziel, Fleisch bestmöglicher Qualität zu produzieren, auch ein umfassendes Werte-Konzept umgesetzt werden. Deshalb habe er mit Ernährungsberater Gerd Locher und dem Amtstierarzt Dr. Franz Hintner ein Qualitätskonzept entwickelt, welches strenge Richtlinien enthält - für den Ablauf der Schlachtung aber vor allem auch was das Wohlbefinden des Tieres betrifft. Wertschätzung, Respekt und Demut im Umgang mit Tieren und Lebensmitteln stehen hier im Mittelpunkt.   An der Ursprungsidee für dieses Projekt waren gleich mehrere Initiatoren beteiligt: neben dem landestierärztlichen Dienst mit Direktor Dr. Paolo Zambotto, Dr. Alessandro Fugatti und dem erst kürzlich verunglückten Dr. Ernst Stifter waren dies auch der Algunder Bürgermeister Ulrich Gamper,  die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt mit Dr. Martin Stifter, der Meraner Stadtrat Dr. Nerio Zaccaria, die Sachbearbeiterin und Zuständige für den Schlachthof Meran Manuela Simonato und der Koordinator für den tierärztlichen Dienst Meran/Burggrafenamt Dr. Franz Hintner.  
 
Alexander Holzner wird somit in Zukunft, gemeinsam mit Pur Südtirol, seinen ganz persönlichen Beitrag zum ethischen, respektvollen und ganzheitlichen Konsum von Südtiroler Qualitätsfleisch und veredelten Produkten leisten. 

Info

Dorfmetzgerei Holzner

Andreas-Hofer-Straße 15

39011 Lana

 

Wir sind hier

Unsere Partner

MITTEILUNG

Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher, diese Seite benutzt Cookies und erlaubt das Setzen von "Drittanbieter-Cookies"
Für weitere Informationen, und um die Verwendung von Cookies entsprechend Ihren Wünschen zu verwalten, kann hier die umfassende Aufklärung zum Datenschutz eingesehen werden.
Wenn Sie mit dem Navigieren fortfahren und auf eines der Elemente außerhalb dieses Banners klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können diese Einstellung jederzeit unter der Rubrik “Cookies verwalten“ verwalten oder ändern.