Bioland Seminar 2024

Mit über 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Biolandwirtschaft, rund 30 Vorträgen, Diskussionen und Betriebsvorstellungen sowie viel gemeinsamem Austausch ging die zweitägige Bioland Weiterbildungsveranstaltung am Ritten heute zu Ende.

Das erfolgreiche Wirtschaften auf einem Biobetrieb stand im Mittelpunkt der einzelnen Weiterbildungsblöcke aus allen landwirtschaftlichen Bereichen. Nach Jahren des Wachstums, sei es an Mitgliedern wie auch an Marktanteilen, ist der Bioland Verband in diesem Jahr erstmals an einem Punkt des Innehaltens angekommen, wie der Vorsitzende Walter Steger in seiner Begrüßung sagte: „Ruhige Zeiten können eine Zeit der Selbstreflektion sein, in denen sich der Biobauer, die Bio-Unternehmerin Fragen nach ökologischer und ökonomischer Sinnhaftigkeit und Effizienz stellen, und wohin es in Zukunft gehen soll.“

Leo Tiefenthaler begrüßte ein letztes Mal die Bioland Gemeinschaft in seiner Funktion als Obmann des Südtiroler Bauernbundes und beschwor den Zusammenhalt der landwirtschaftlichen Akteure und Akteurinnen auf Landes-, Bezirks- und EU-Ebene; politische Arbeit sei extrem wichtig in prekären Zeiten, ein nicht nachlassendes Engagement der Bauernschaft für die ganze Gesellschaft ein Gewinn.

Aus Brüssel per Video zugeschaltet war Jan Plagge, der als Bioland Präsident und als Vorsitzender von IFOAM Organics Europe zu einem Strategiegespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und 29 weiteren Verbänden aus Lebensmittelindustrie, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Umwelt zusammenkam. "Die Herausforderungen, mit denen die europäischen Landwirte konfrontiert sind, unabhängig davon, ob sie ökologische oder konventionelle Methoden anwenden, liegen auf der Hand: unfaire Preise, Subventionsabbau, Wettbewerb mit importierten Waren und regulatorische Widersprüche, um nur einige zu nennen.“ Frustrationen gegenüber der EU, dem europäischen Green Deal oder der Umweltgesetzgebung seien jedoch kontraproduktiv, so Plagge, vielmehr wolle man auf Dialog setzen.

Mit einer (symbolischen) Kuh namens Wanda, trat der ehemalige Manager und jetzige Nachhaltigkeitscoach Christian Kalinke vors Publikum und überbrachte seine Botschaft vom positiven Storytelling. „Uns in der Landwirtschaft wird zugehört, man schaut auf uns und wir können Orientierung geben. Deswegen ist es wichtig, dass wir nicht in negativen Situationen stecken bleiben, sondern uns bewegen, uns verändern wenn es nötig ist und so unsere Führungskultur weiterentwickeln.“ Aus der Landwirtschaft müssten mehr positive Geschichten kommen, es darf davon erzählt werden, was gelingt und was erfolgreich ist, so Kalinke.

Um wirtschaftlich erfolgreiche Konzepte und Betriebsvorstellungen ging es dann auch in den weiteren Weiterbildungsbereichen am 25. und 26. Jänner 2024 aus Viehwirtschaft, Obst- und Gemüsebau, Gastronomie, Imkerei und beim Jungen Bioland, in einer Podiumsdiskussion mit Miriam Zenorini, Meike Hollnaicher, Alma Calliari, Daniele Piscopiello und Elisabeth Prugger, allesamt innovative junge Bio-AkteurInnen in Südtirol.

Info

Unternehmerisch wirtschaften im Bio-Betrieb: Das war das Bioland Seminar am 25. und 26. Jänner 2024 im Bildungshaus Lichtenstern am Ritten.

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